|
Sumalee begrüßt mich nach thailändischer Art mit aneinander gelegten Händen und einer leichten Verbeugung. Während sie das Öl anwärmt, bekomme ich im authentischen Thai-Ambiente eine Tasse Jasmin-Tee angeboten der erste Schritt zur Entspannung. Die für die Massagen verwendeten Öle kommen mit Ausnahme eines Bio-Öls allesamt aus Thailand und sind, so erfahre ich, frei von Zusätzen und deshalb auch für Menschen mit Hautproblemen gut geeignet. Außerdem werden Thai-Massagen gar nicht unbedingt mit Öl durchgeführt. Die Akupressur-Ganzkörpermassage beispielsweise kommt ganz ohne aus, die Gesichtsmassage auf Wunsch auch. In der Kabine steht zu meiner Überraschung keine Massageliege, sondern eine Art Bett-Podest. Zwei Einzelkabinen hat das Spa und eine Doppelkabine mit zwei getrennten Betten für Partnermassagen. Bevor es losgeht, bekomme ich ein warmes Körnerkissen unter den Nacken und ein angewärmtes Tuch um den Kopf allein das sorgt schon für Wohlgefühl. Dann beginnt Sumalee mit der Massage, streicht erst sanft mein Kinn und meine Wangen, bevor sie ganz allmählich etwas kräftiger wird. Die Nuad, wie die Thai-Massage in der Landessprache heißt, gehört in Thailand zur Kultur und blickt auf eine etwa 2.500 Jahre alte Tradition zurück. Mit käuflicher Liebe hat sie, das sei noch einmal ausdrücklich erwähnt, gar nichts zu tun, doch noch immer haben Sumalee und ihre Kolleginnen im Won Whien Nuad Thai-Spa mit diesem Vorurteil zu kämpfen. |